Diäten: Was dir keiner sagt

Egal ob Ersatzmahlzeiten mit Shakes, Cheat Days, Low Carb, ketogene Ernährung oder ein starkes Kaloriendefizit, bei fast jeder Diät wird etwas Grundlegendes vernachlässigt oder sogar komplett übersehen. Genau darum geht es in diesem Beitrag.
Zum Wunschgewicht
Ob Ersatzshakes, Cheat Days oder ein grosses Kaloriendefizit wirklich der richtige Weg zum Wunschgewicht sind, ist nicht Thema dieses Beitrags, das würde einen eigenen Artikel verdienen.
Nur so viel vorweg: Ein zu grosses Kaloriendefizit führt langfristig nicht zum gewünschten Erfolg. Häufig ist sogar das Gegenteil der Fall. In diesem Beitrag geht es jedoch um eine andere, viel wichtigere Folge von Diäten.
Körperliche Folgen
Klar nimmst du anfänglich ab. Die Frage ist jedoch wie lange und ob du dies halten kannst (Spoiler Nein) und vor allem zu welchem Preis! Diäten sind immer gegen den Körper arbeiten!
Schon nach wenigen Tagen können erste Signale auftreten: Der Körper meldet sich, weil ihm Energie fehlt und er unter Stress steht. Nach einigen Wochen bis Monaten folgen fast immer Verdauungsprobleme, Schlafstörungen, Muskelabbau. Weiter sinkt dadurch auch dein Stoffwechsel und zwar mit jeder Diät mehr und mehr. Und genau das ist entscheidend: Der Körper passt sich an, er spart Energie.
Ist die Diät irgendwann vorbei und man beginnt wieder „normal“ zu essen, reagiert der Körper oft mit einem starken Einlagerungsmechanismus. Er bereitet sich auf die nächste „Hungersituation“ vor und speichert mehr Energie als zuvor.
Was passiert noch?
Die körperlichen Folgen sind das eine, diese können viele sehr gut unterdrücken oder hören nicht mehr auf die Symptome und Signale, welcher uns der Körper ständig sendet. Zum Beispiel mit Süsslust, Salzlust oder Lust auf Brot, will uns der Körper sagen, dass er zu wenig Nährstoffe/Energie bekommt. Doch viel weniger wird darüber gesprochen, was Diäten psychisch auslösen.
Denn bei vielen Diäten passiert etwas Grundsätzliches: Der Kopf (wir) arbeitet gegen den Körper.
Wir entscheiden bewusst, weniger zu essen, als der Körper eigentlich braucht. Dadurch entsteht ein innerer Konflikt: Kontrolle gegen körperliche Bedürfnisse. Dies fördert eine gestörtes Verhältnis zum Thema Körper und zum Essen. Bei manchen entwickelt sich dies schleichend in Richtung einer Essstörung oft, ohne dass es erkannt wird.
Gibst du deinem Mitarbeiter über längere Zeit immer etwas zu wenig Lohn oder auch mal gar kein Lohn, dann arbeitet er irgendwann nicht mehr für dich sondern gegen dich. Auch werdet ihr dann ein negatives Verhältnis zueinander entwickeln. Genau so ist es mit unserem Körper.
Vorleben
Hast du Kinder oder bist von Kindern umgeben, lohnt sich ein zusätzlicher Gedanke: Was vermittelst du unbewusst?
Mit Diäten, Verzicht und Verboten vermittelst du, dass es richtig oder normal ist gegen den Körper zu arbeiten was auch ein gestörtes Verhältnis zum Thema Körper und Essen bei den Kindern fördert. Ist es dass was du deinen Kindern weitergeben möchtest? Oder willst du ihnen vermitteln, dass wir Sorge zu unserem Körper haben sollen und ihn schätzen sollen und dafür auch in ihn investieren müssen.
Wie denn?
Willst du deinen Stoffwechsel wieder aktivieren und dazu bringen, das zu machen wofür er da ist? Dann musst du deinem Körper genügend Nahrung geben und deinen Stoffwechsel mit gezieltem Training fördern. Ja, fast alle meiner Klienten müssen mehr essen und nehmen ab! Natürlich müssen einige Dinge dabei beachtet werden wie zum Beispiel die Essstruktur über den Tag oder der Alltagsstress muss miteinbezogen werden.
Das Ziel ist nicht Verzicht, sondern Zusammenarbeit mit dem Körper. Dies fördert auch wieder eine gesunde Beziehung zum Körper und zum Essen! Wir investieren in den Körper und geben ihm was er braucht anstatt ihm zu verweigern was er benötigt um richtig zu arbeiten!
Du hast die Wahl:Willst du gegen deinen Körper arbeiten – oder mit ihm?
Fazit
Mit diversen Diäten, Verzichten und Ernährungsformen wird uns einiges versprochen um das ersehnte Wunschgewicht zu erreichen. Doch über was nicht gesprochen wird, sind die zum Teil langfristigen Folgen für die Gesundheit und vor allem auch was es mit unserer Psyche und unserer Beziehung zum Thema Essen und Körper anrichtet. Und dazu kommt, vieler dieser Ansätze sind nicht einmal der nachhaltigste Weg zum Wunschgewicht.
Überlege dir somit gut, wie du mit deinem Körper und deiner Gesundheit umgehen willst und ob du nicht den gemeinsamen Weg mit deinem Körper zusammen wählen willst du deinem Wunschgewicht.








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